Surfen, Wandern und Arbeiten: Eine Woche auf Gran Canaria

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Surfen, Wandern und Arbeiten: Eine Woche auf Gran Canaria

Es gibt einen Moment, den die meisten Remote Worker auf Gran Canaria gleich beschreiben. Du klappst um 17 Uhr deinen Laptop zu. Zwanzig Minuten später stehst du im Ozean. Nicht metaphorisch — wortwörtlich im Atlantik, und schaust zu, wie die Sonne hinter Teneriffa am Horizont versinkt.

Das macht Gran Canaria anders als andere „Digital-Nomad-Destinationen“. Es geht nicht nur um die Coworking Spaces oder die WLAN-Geschwindigkeit (obwohl beides top ist). Es geht um das, was zwischen den Arbeitsstunden passiert.

So sieht eine echte Woche aus — die Art von Woche, nach der du deinen Aufenthalt um einen Monat verlängerst.

Tag 1–2: Ankommen, Einleben, deinen Rhythmus finden

Die meisten Flüge aus Nordeuropa landen nachmittags auf dem Flughafen Gran Canaria. Direktflug ab London: 3 Std. 45 Min. Berlin: 4 Std. 30 Min. Amsterdam: 4 Std. Am Abend bist du in Las Palmas.

Die ersten zwei Tage sind zum Orientieren da. Las Palmas ist eine richtige Stadt — 380.000 Einwohner, ein gut funktionierendes Busnetz, ein vier Kilometer langer Stadtstrand — aber du findest dich schnell zurecht. Die meisten Nomaden landen in Triana, Guanarteme oder rund um den Las-Canteras-Strand.

Wenn du im El Cabo Coliving bei Repeople wohnst, hast du vom ersten Tag an Zugang zum Coworking. Setz dich nicht unter Druck, sofort produktiv zu sein. Verbring den ersten Abend mit einem Spaziergang an Las Canteras, iss Papas Arrugadas in einer lokalen Bar und geh früh ins Bett. Die Insel funktioniert besser, wenn du ausgeschlafen bist.

Praktisch: Unterwegs auf der Insel

  • Der Flughafenbus (Linie 60) fährt direkt ins Zentrum von Las Palmas — 3 €, 40 Minuten
  • Ein Taxi vom Flughafen kostet 25–35 €
  • Für die erste Woche reichen deine Füße und gelegentlich ein Bus in Las Palmas völlig aus
  • Ab Tag 3 lohnt sich ein Mietwagen, um die Insel zu erkunden

Tag 3: Ab ins Inselinnere — Roque Nublo und die Kiefernwälder

Gran Canaria umfasst 1.560 km² extremer geografischer Vielfalt. Dreißig Minuten vom Strand entfernt stehst du in Kiefernwäldern. Fünfundvierzig Minuten, und du bist auf der Höhe. Eine Stunde, und du stehst auf einer vulkanischen Felsformation mit Blick in eine Caldera.

Roque Nublo ist die Hauptattraktion unter den Wanderungen — ein Basaltmonolith auf 1.803 Metern Höhe mit 360°-Panoramablick über die Insel, bei klarer Sicht bis zu den westlichen Gipfeln Teneriffas. Der Trail ab Garañón ist etwa 5 km hin und zurück, technisch nicht schwierig, aber du brauchst gute Schuhe und eine Jacke für den Gipfel.

Schon allein die Fahrt lohnt sich. Die Straße GC-600 schlängelt sich durch die Caldera de Tejeda, vorbei an weißen Dörfern und dramatischen Steilklippen. Halt an der Cruz de Tejeda für einen Kaffee und lokalen Käse (Queso de Flor de Guía — den musst du probieren).

„Ich dachte, ich wäre der Typ Nomade, der einfach nur in Cafés arbeitet. In der zweiten Woche war ich schon jedes Wochenende wandern gewesen und hatte mich spontan für eine Surfstunde angemeldet. Das ist Gran Canaria.“ — Clara, UX-Designerin aus Berlin (6-wöchiger Aufenthalt)

Sei bis 16 Uhr zurück in Las Palmas, öffne deinen Laptop für zwei Stunden, um Liegengebliebenes abzuarbeiten, und geh dann an Las Canteras zum Schwimmen vor dem Abendessen. So sieht ein Tag auf Gran Canaria aus.

Tag 4: Surfstunde an La Cicer

Las Canteras hat zwei Zonen. Der Hauptabschnitt ist ruhig und durch ein natürliches Riff geschützt — hier wird geschwommen, Padel gespielt und in Sunset-Bars gesessen. Am nördlichen Ende liegt La Cicer — der Surf-Break.

Surf-Session auf Gran Canaria für digitale Nomaden
Morgens surfen, dann arbeiten — der Gran-Canaria-Nomaden-Alltag

La Cicer eignet sich hervorragend für Anfänger und Fortgeschrittene. Die Wellen sind konstant, aber nicht überwältigend, und mehrere Surfschulen bieten direkt am Strand 2–3-stündige Kurse für 35–50 € an.

Du musst nicht besonders fit sein, um mit dem Surfen anzufangen. Du musst nur akzeptieren, dass du ungefähr zwölfmal vom Brett fällst, bevor du deine erste Welle reitest — und genau das ist der Sinn der Sache.

Für erfahrenere Surfer: Die Nordwestküste (Bañaderos, Gáldar) hat bessere Swells und ist weniger überlaufen. Die 30-minütige Fahrt lohnt sich für einen Tagesausflug.

Weitere Wasseraktivitäten

  • Schnorcheln im Meeresreservat El Cabrón (bei Arinaga, Südosten) — einer der besten Küstentauchplätze Europas
  • Stand-Up-Paddling auf Las Canteras an ruhigen Morgen
  • Kajaktouren entlang der Küste bei verschiedenen Anbietern in der Nähe des Hafens

Tag 5: Fokus-Arbeitstag + Abend-Community

Nicht jeder Tag muss ein Abenteuer sein. Tag 5 ist ein richtiger Arbeitstag.

Coworking nach dem Surfen im El Cabo Coliving Gran Canaria
Von den Wellen an den Schreibtisch — El Cabo Coworking nur wenige Minuten vom Strand

Gran Canaria liegt in UTC+0/UTC+1, das heißt für europäische Kunden und Kollegen bist du in derselben Zeitzone wie sonst auch. 9-Uhr-Standups funktionieren. Kollegen in London, Berlin und Amsterdam müssen sich nicht umstellen. Das ist einer der unterschätzten Vorteile Gran Canarias gegenüber Südostasien — nachhaltige Zeitzonen-Kompatibilität.

Die Coliving Spaces bei Repeople sind auf konzentriertes Arbeiten ausgelegt: feste Schreibtische, schnelles Glasfaser-Internet, Meetingräume, Telefonkabinen. Keine Musik im Coworking-Bereich während der Kernarbeitszeiten. Zuverlässig genug für Videocalls, Screen-Sharing und große Datei-Uploads.

Am Abend wird die Nomaden-Community aktiv. Die Live it Up, Las Palmas Slack-Gruppe organisiert regelmäßig Events — Beachvolleyball, Salsa-Abende, Dienstags-Meetups in der Bar San Remo, Wanderungen am Wochenende. Du musst soziale Kontakte nicht erzwingen; sie finden dich von selbst.

Tag 6: Roadtrip an die Südküste — Maspalomas und die Dünen

Schnapp dir einen Mietwagen und fahr Richtung Süden. Die Strecke von Las Palmas nach Maspalomas ist 50 km auf der Autobahn GC-1 — 45 Minuten ohne Verkehr.

Maspalomas ist das Zentrum der touristischen Infrastruktur Gran Canarias — große Resorthotels, Wasserparks, die Urlaubermassen. Aber hier befindet sich auch das spektakulärste Naturphänomen der Insel: ein 400 Hektar großes Dünensystem, das aussieht, als gehörte es in die Sahara.

Die Dunas de Maspalomas sind einen Besuch wert. Sei früh morgens da (vor 9 Uhr), um der Mittagshitze und dem Fußverkehr zu entgehen. Das Licht auf den Dünen am frühen Morgen ist schlicht atemberaubend.

Auf dem Rückweg nach Norden ist die Ostküstenstraße (GC-500) langsamer, aber deutlich interessanter — Fischerdörfer, schwarze Vulkanklippen und der Leuchtturm von Arinaga. Halt in Agüimes zum Mittagessen, bevor du zurück nach Las Palmas fährst.

Tag 7: Gemütlicher Morgen, letzte Arbeitssession, Ozean in der Abenddämmerung

Wenn du an Tag 7 nach Hause fliegst, geht dein Flug wahrscheinlich am späten Nachmittag oder Abend — die meisten nordeuropäischen Verbindungen starten und landen außerhalb der Kernarbeitszeiten.

Nutze den Morgen, um Arbeiten mit Deadline abzuschließen. Nimm deinen Laptop in ein Café an der Promenade von Las Canteras, bestell einen Café con Leche und bemerke, wie selbstverständlich sich das alles anfühlt. Dann geh ein letztes Mal schwimmen.

Wenn du nicht nach Hause fliegst, nutze Tag 7, um Woche zwei zu planen. Denn die meisten, die für eine Woche kommen, verlängern am Ende.

Die Balance, die Gran Canaria so besonders macht

Andere Digital-Nomad-Destinationen zwingen dich zur Wahl: Arbeitsinfrastruktur oder Lifestyle. Gran Canaria verlangt keine Entscheidung.

Die Coworking- und Coliving-Infrastruktur ist wirklich gut. Das Outdoor-Leben — Surfen, Wandern, Tauchen, Radfahren — ist wirklich außergewöhnlich. Und die Größe der Insel bedeutet, dass du beides am selben Dienstag erleben kannst.

Für Nomaden, die schon an Orten waren, wo der Lifestyle traumhaft, aber das Internet unzuverlässig ist, oder wo die Infrastruktur stimmt, aber die Umgebung steril wirkt — diese Kombination ist überraschend selten.

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Praktische Tipps für deine Woche

  • Beste Reisezeit: Gran Canaria ist wirklich ganzjährig geeignet. Oktober–April ist kühler (18–22 °C), Mai–September wärmer (22–26 °C). Keine Regenzeit, die deine Pläne durchkreuzt.
  • Was du einpacken solltest: Schichten zum Wandern (die Temperatur fällt in der Höhe deutlich), Surf-Rashguard, ein Paar ordentliche Wanderschuhe. Lass das schwere Gepäck zuhause.
  • Mobiles Internet: Roaming innerhalb der EU ist bei den meisten europäischen Tarifen inklusive. Eine lokale SIM-Karte (Orange, Vodafone, Yoigo) bietet dir günstiges Datenvolumen für längere Aufenthalte — ca. 15–25 €/Monat.
  • Mietwagen: Unverzichtbar, um über Las Palmas hinaus zu erkunden. Am Wochenende rechtzeitig buchen. 25–40 €/Tag für einen Standardwagen.

Pool im Casa Jardín Coliving Gran Canaria zum Entspannen nach Aktivitäten
Abkühlung am Pool nach einem Tag voller Abenteuer und Produktivität

Häufig gestellte Fragen

Ist Gran Canaria gut für Surf-Anfänger?
Ja. La Cicer am Strand Las Canteras ist ideal für Anfänger, mit mehreren Surfschulen direkt am Strand. Die Wellen sind konstant, ohne gefährlich zu sein, und Kurse kosten ca. 35–50 € für 2–3 Stunden.

Was ist die beste Wanderung auf Gran Canaria?
Roque Nublo ist die bekannteste — ein 5-km-Rundweg zu einem 1.803 m hohen vulkanischen Monolithen mit 360°-Inselblick. Die Fahrt durch die Caldera de Tejeda ist ebenfalls spektakulär. Roque Nublo ist für jeden mit normaler Grundfitness machbar.

Kann ich auf Gran Canaria am selben Tag arbeiten und surfen?
Ja, problemlos. Die meisten Coworking Spaces haben flexible Öffnungszeiten. Eine morgendliche Surfsession an La Cicer, gefolgt von fokussiertem Arbeiten von 10 bis 17 Uhr, ist ein ganz normaler Tag für Nomaden in Colivings in Las Palmas.

Wie finde ich die Digital-Nomad-Community auf Gran Canaria?
Der zentrale Treffpunkt ist die „Live it Up, Las Palmas!“-Slack-Gruppe, die täglich Events organisiert — Beachvolleyball, Wandern, Yoga und Social Meetups. Coliving Spaces wie El Cabo von Repeople bieten außerdem eigene Community-Events.

Geschrieben vom Repeople-Team. Repeople baut Colivings und Coworkings für digitale Nomaden auf den Kanarischen Inseln. 

 

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